Zeit-Charakter

Autor: Olaf Staudt

 

Olaf Staudt, geboren 1964 in München. Seit 2000 Berufsastrologe, Seminarleiter und Autor zahlreicher astrologischer Fachartikel und Schriften. Beratungspraxis und Seminarräume in Grünwald bei München.

 

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Bericht für den Monat Juli

veröffentlicht am 29.06.2018

von Olaf Staudt

Vollmondeklipse vom 27.07.2018
Vollmondeklipse vom 27.07.2018

Seit Ende Juni bewegt sich Mars rückläufig durch den Tierkreis. Diese Periode erstreckt sich bis Ende August und markiert eine Zeit, in der zuvor begonnene Handlungen zum Stillstand kommen oder sich umkehren. Entscheidungen werden in Frage gestellt oder bedauert. Möglicherweise ist man gezwungen, Umwege zu machen, wird aufgehalten oder muss seine Vorhaben nochmals auf deren Richtigkeit überprüfen.

 

Auf der mundanen Ebene korrelieren die alle zwei Jahre sich wiederholenden Rückläufigkeitsperioden des Mars häufig mit Protesten, Streiks und Konflikten. Im ungünstigsten Fall kommt es zu Gewalteskalationen, Terror oder militärischen Auseinandersetzungen.

 

Der rückläufige Mars befindet sich den ganzen Juli hindurch im Wassermann-Zeichen und in unmittelbarer Nähe des absteigenden Mondknoten. Am 18. bildet er eine exakte Konjunktion zu diesem. Damit dürften im Juli auch Ereignisse/Erfahrungen aus der Vergangenheit eine nicht unwesentliche Rolle spielen und Einfluss auf die aktuelle Situation nehmen: Alte Verletzungen, nicht geklärte Konflikte, aber auch angestauter Ärger und unterschwellige Ängste können unvermittelt aktiviert werden und heftige Reaktionen zur Folge haben.

 

Neben der Rückläufigkeit des Mars sind im Juli zwei Finsternisse von großer Bedeutung: Am 13. Juli ereignet sich eine Sonnenfinsternis in Opposition zu Pluto: Ereignisse rund um dieses Datum haben einen einschneidenden und weichenstellenden Charakter. Konflikte und Grabenkämpfe sind eine Gefahr. Machtstrukturen können in Frage gestellt oder erschüttert werden.

 

Die Mondfinsternis vom 27. Juli findet in Konjunktion mit Mars und im Quadrat zu Uranus statt (siehe Abbildung). Hier haben wir es mit einem weiteren kritischen Zeitband zu tun, in dem die Gefahr von Unfällen und Gewalteskalationen groß ist. Andere Entsprechungen sind extreme Wetterbedingungen und/oder heftige Naturereignisse wie Unwetter, Hurrikane und Erdbeben. Verschiedene Finanzmärkte, insbesondere Währungen und Edelmetalle, sind in der zweiten Monatshälfte anfällig für starke Kursbewegungen.

 

Am 26. Juli wird Merkur rückläufig (bis 19. August). Erfahrungsgemäß korrelieren die Rückläufigkeiten Merkurs mit Zeiten, in denen sich überzufällig häufig Probleme oder Verzögerungen in den Bereichen Kommunikation, Information, Transport und Verkehr ergeben. Typischerweise werden Fakten übersehen, Meinungen geändert und Aufträge storniert. Am besten legen Sie wichtige Verhandlungen und Vertragsabschlüsse so, dass sie nicht in die genannten Perioden fallen.

 

In der Vergangenheit konnten wir immer wieder beobachten, dass gerade während der Rückläufigkeitsphasen Merkurs politische oder wirtschaftliche Entscheidungen von großer Tragweite getroffen wurden, die sich später als wenig durchdacht oder fehlerhaft erwiesen.

 

Die Grafik wurde mit Planetenbilder erstellt.

Bericht für den Monat Juni

veröffentlicht am 25.05.2018

von Olaf Staudt

Die übergeordnete Konstellation im Juni ist das Halbquadrat von Uranus und Neptun, dessen dritter von insgesamt fünf Übergängen sich am 16. entfaltet (siehe Abbildung). Wie bereits in früheren Ausgaben diskutiert, steht dieser Aspekt unter anderem für die plötzliche (Uranus) Auflösung (Neptun) bestehender Strukturen. Dies kann zu verworrenen Situationen führen, verbunden mit Gefühlen der Unsicherheit, Hilflosigkeit oder Ohnmacht.

Uranus/Neptun-Halbquadrat um den 16. Juni
Uranus/Neptun-Halbquadrat um den 16. Juni

Typische Entsprechungen sind in diesem Zusammenhang terroristische Bedrohungen, extreme Wetterbedingungen und Naturkatastrophen (vor allem Erdbeben, Erdrutsche, Überschwemmungen und Waldbrände), ebenso Unglücksfälle im Zusammenhang mit der Luft- oder Schifffahrt.

 

Weitere denkbare Auswirkungsmöglichkeiten sind wirtschaftliche Verwerfungen, politische Konflikte und politische Umstürze, bei denen Menschen von unliebsamen Führungspersonen befreit werden, außerdem Cyber-Angriffe und Hacking.

 

Als sich die ersten beiden Passagen des Uranus/Neptun-Halbquadrates zwischen August und Oktober 2017 ereigneten, sorgten mehrere gewaltige Hurrikane in der Karibik und im Süden der USA für große Zerstörungen. Der zweite Übergang korrelierte zudem mit einem Massaker im US-amerikanischen Las Vegas, bei dem Hunderte unschuldiger Menschen von einem Amokschützen getötet oder verletzt wurden.

 

Der dritte Übergang von Uranus/Neptun Mitte Juni fällt mit dem Wechsel von Neptun zur Rückläufigkeit zusammen. Wie im vergangenen Jahr sind erneut starke Regenfälle und damit Überschwemmungen möglich oder sogar wahrscheinlich.

 

Noch kritischer wird die Zeitqualität durch den Umstand, dass sich Mars und Saturn in der zweiten und dritten Juni-Dekade in einem permanenten Spannungsaspekt zueinander bewegen (Spiegelung in Teiler 8). Spannungen, Konflikte und Widerstände dürften in dieser Zeit eine wichtige Rolle spielen, das Potential für Krisen ist groß.

 

Tatsächlich dürfte es sich beim Juni um den aus mundanastrologischer Sicht kritischsten Monat des gesamten Jahres handeln. Die Tage um den 13./14. Juni sind besonders anfällig für die zuvor genannten Entsprechungen (Zusammengestirnung von Sonne, Mars, Saturn in Teiler 8).

 

Am 26. Juni beginnt die Rückläufigkeit des Mars, die sich bis Ende August erstreckt. In dieser Zeit können zuvor begonnene Handlungen zum Stillstand kommen oder sich umkehren. Entscheidungen werden in Frage gestellt oder bedauert. Unter Umständen möchte man alles "hinschmeißen" und noch einmal ganz von vorn anfangen. Prinzipiell ist diese Zeit daher ungünstig, um neue Projekte in Angriff zu nehmen. Das muss jedoch nicht zwangsläufig bedeuten, dass keine Fortschritte möglich sind. Diese sind nur weniger offensichtlich. Möglicherweise ist man gezwungen, Umwege zu machen, wird aufgehalten oder man muss seine Vorhaben nochmals auf deren Richtigkeit überprüfen.

 

Auf der mundanen Ebene entsprechen die sich alle zwei Jahre wiederholenden Rückläufigkeitsperioden des Mars sehr häufig Zeiten, in denen Proteste, Streiks und Konflikte eine Rolle spielen. Im ungünstigsten Fall kommt es zu Gewalteskalationen, Terror oder militärischen Bedrohungen.

 

An den Tagen um den 27./28. Juni sorgt eine Zusammengestirnung von Sonne, Mars und Saturn in Teiler 8 kurzfristig für erhöhtes Krisenpotential. Hier gelten die gleichen Entsprechungen wir für die Tage um den 13./14. Juni.

 

Die Grafik wurde mit AstroNeo erstellt.

Bericht für den Monat Mai

veröffentlicht am 04.05.2018

von Olaf Staudt

Die kommenden beiden Monate stellen die vielleicht intensivste Zeit des gesamten Jahres dar. Es ist eine Phase, in der einerseits wichtige Impulse für die Zukunft gesetzt werden, andererseits markante Korrekturen und Themenwechsel zu erwarten sind.

Mars/Uranus-Quadrat nach Ingressen von Uranus und Mars vom 16. Mai
Mars/Uranus-Quadrat nach Ingressen von Uranus und Mars vom 16. Mai

An den Tagen um den 9. Mai ist zunächst eine Spiegelung von Saturn und Pluto in Teiler 12 wirksam. Kombinationen dieser beiden Langsamläufer gelten nicht gerade als einfach. Häufig korrelieren sie mit Zeiten, in denen sich Umstrukturierungen als notwendig erweisen bzw. große Anstrengungen unternommen werden, um Missstände zu beheben oder sich aus einer schwierigen Situation zu befreien. Wir haben es hier mit dem zweiten Übergang im aktuellen Zyklus zu tun. Der erste ergab sich am 30. März 2018 und zeigte mehrere schwierige Entsprechungen (siehe den Rückblick am Anfang dieser Ausgabe). Das Krisenpotential ist erneut hoch.

 

An den Tagen um den 13. Mai verbinden sich Saturn und Neptun in einem Winkel des Teiler 16. Solche Aspekte entsprechen häufig Skandalen bzw. Ereignissen, bei denen Vertrauensmissbrauch und Enttäuschung eine Rolle spielen. Vielleicht gerät eine Führungsperson in die Kritik oder muss von ihrem Amt zurücktreten. Vorstellbar ist auch, dass ein bedrückendes Ereignis für Bestürzung und Trauer sorgt. Weitere denkbare Entsprechungen sind Schäden durch Wasser oder chemische Substanzen. Möglicherweise gibt es in bestimmten Regionen Hochwasser und Überschwemmungen, während in anderen gleichzeitig Dürre und Trockenheit herrscht.

 

Die Monatsmitte ist aus astrologischer Sicht besonders bedeutsam, denn Uranus verlässt nach sieben Jahren das Widder-Zeichen und wechselt in den Stier, wo er zunächst bis Anfang November bleiben wird. Damit beginnt eine siebenjährige Periode, in der vor allem materielle Werte und Ressourcen sowie Themen im Zusammenhang mit Sicherheit, Nachhaltigkeit und Natur in den Vordergrund rücken. Konkret betroffen sind demnach insbesondere Finanzsysteme (Banken, Währungen), aber auch Grundstücke, Immobilien, die Landwirtschaft, erneuerbare Energien und Nahrungsmittel. All diese Bereiche werden in den kommenden Jahren überprüft. Dabei werden vielfach unerwartete Entwicklungen/Ereignisse /Erkenntnisse zu einem Umdenken führen und Veränderungsprozesse in Gang setzen.

 

Zeitgleich mit Uranus wechselt auch Mars das Zeichen und tritt in den Wassermann ein. Das sich ergebende Mars/Uranus-Quadrat (exakt am 16. Mai - siehe Abbildung) kann mit einer sehr explosiven Phase korrelieren, wenn nicht besonnen vorgegangen wird. Die Unzufriedenheit der Menschen kann sich in Protesten und Streiks entladen. Die Gefahr von impulsiven Aktionen, Unfällen und Gewalt ist groß. In jedem Fall ist es eine Zeit, in der man bewusst riskante und gefährliche Situationen meiden sollte.

 

Weitere wichtige Konstellationen ergeben sich in der dritten Mai-Dekade: Am 25. wird das Trigon von Jupiter und Neptun zum zweiten Mal exakt. Nur ein Tag später, am 26., verbinden sich Saturn und Uranus in einem Winkel des Teiler 16. Die Zeitqualität begünstigt einerseits idealistische und fantasievoll-kreative Aktionen, andererseits Neuerungen und Reformen. An den Börsen können große Hoffnung oder irrationaler Überschwang das Geschehen bestimmen. Jupiter/Neptun-Aspekte fallen häufig mit kulturellen oder auch religiösen Ereignissen zusammen, z.B. Filmfestivals oder Papstreisen. Unter Saturn/Uranus ist gleichzeitig die Gefahr von plötzlichen Spannungen oder Krisen gegeben. Vielleicht kommt es zu ergiebigen Niederschlägen oder sogar Überschwemmungen.

 

Die Grafik wurden mit AstroNeo erstellt.

Bericht für den Monat April

veröffentlicht am 30.03.2018

von Olaf Staudt

In der ersten April-Woche formen Mars und Saturn eine Konjunktion im Steinbock-Zeichen. Dies ist ein spannungsgeladener Aspekt, unter dem sich das Potential für Konflikte und Krisen erhöht und/oder Verzögerungen und Widerstände zu Frustration führen. Es ist zugleich ein Aspekt, der darauf hindeutet, dass möglicherweise große Anstrengungen unternommen werden, um ein Ziel zu erreichen oder auch um etwas zu beenden bzw. zu verhindern.

Beginn der Saturn-Rückläufigkeit am 18. April
Beginn der Saturn-Rückläufigkeit am 18. April

Zusätzlich bewegt sich der rückläufige Merkur im Quadrat zu Mars und Saturn und deutet an, dass möglicherweise schwierige Entscheidungen getroffen werden müssen. Vielleicht gibt es auch Unmut und Ärger über bereits getroffene Entscheidungen.

 

Eine weitere denkbare Entsprechung der genannten Konstellationen sind ungünstige Wetterverhältnisse. So könnte es für die Jahreszeit zu kalt oder zu heiß sein - oder beides in unterschiedlichen Teilen der Welt.

 

Im persönlichen Alltag ist in dieser Zeit Gelassenheit gefragt. Erzwingen lässt sich unter dieser Zeitqualität nichts.

 

Ein weiteres spannungsreiches Zeitband ist vom 10. bis 18. April angezeigt: Sonne bewegt sich im Quadrat zu Pluto und in Konjunktion mit Uranus, während Saturn seine Station zur Rückläufigkeit erreicht (Beginn der Saturn-Rückläufigkeit am 18. - siehe Abbildung). Die Aktivierung von Uranus und Pluto kann mit politischen Auseinandersetzungen, Protesten oder plötzlichen/überraschenden Entwicklungen einhergehen. Saturn-Stationen korrelieren dagegen häufig mit Zeiten, in denen Missstände oder Versäumnisse ans Licht kommen und Umstrukturierungen sich als notwendig erweisen. Es kann auch eine Zeit des Stillstands in Bezug auf politische Entwicklungen sein. Allenfalls erfordern die Umstände, dass man sich mit der Realität auseinandersetzt.

 

Die dritte April-Dekade steht im Zeichen der Station und einsetzenden Rückläufigkeit von Pluto und ist von einer intensiven Zeitqualität. Konflikte und Machtkämpfe können eine Rolle spielen. Es kann auch zu Enthüllungen und Skandalen kommen, denn nicht selten bringt Pluto Verborgenes ans Licht.

 

Die Tage um den 26. stehen unter der Konjunktion von Mars und Pluto. Diese Kombination symbolisiert die Freisetzung großer Energiemengen und kann im günstigsten Fall mit großen Leistungen und Anstrengungen einhergehen. Wer weiß, was er will, kann in dieser Zeit einiges auf den Weg bringen. Im ungünstigsten Fall wird rücksichtslos bis fanatisch vorgegangen, was die Gefahr von Terror und anderen Gewaltakten einschließt.

 

Die Grafik wurden mit AstroNeo erstellt.