Zeit-Charakter

Autor: Olaf Staudt

 

Olaf Staudt, geboren 1964 in München. Seit 2000 Berufsastrologe, Seminarleiter und Autor zahlreicher astrologischer Fachartikel und Schriften. Beratungspraxis und Seminarräume in Grünwald bei München.

 

Kontakt

Internet: http://www.planetenbilder.com/

Bericht für den Monat Juni

vom 27.05.2022

von Olaf Staudt

Die Themen des Halbsextils von Saturn und Neptun setzen sich in der ersten Juni-Woche fort (siehe die Zeitqualität der zweiten Mai-Hälfte). Zusätzlich ist am 1. Juni eine seltene Verbindung von Uranus und Pluto im Teiler 10 exakt. Diese Konstellation, die bereits Ende Mai wirkt, besitzt eine unruhige, revolutionäre und transformierende Qualität, welche sich unter anderem in Form von Demonstrationen und Protesten, aber auch krisenhaften Ereignissen wie Naturkatastrophen entladen kann. Andere denkbare Entsprechungen sind Neuerungen oder Durchbrüche im technischen Bereich.

Spiegelung Jupiter/Neptun im Teiler 1 über 0° Widder
Spiegelung Jupiter/Neptun im Teiler 1 über 0° Widder

Am 7. Juni nehmen Jupiter und Neptun den gleichen Abstand zum Widderpunkt ein, so dass sich eine Spiegelung im hochwirksamen Teiler 1 ergibt (Abbildung). In positiver Hinsicht werden Idealismus, Mitgefühl, Hilfsbereitschaft und Hoffnungsfreude gefördert. Im ungünstigsten Fall macht sich eine Art "irrationaler Überschwang" bemerkbar, der zu sorg- und verantwortungslosem Handeln verleitet.

Diese Signatur, die mit einem größeren Orbis wirkt und die Zeitqualität der gesamten ersten Juni-Hälfte prägt, könnte mit hoffnungsvollen Entwicklungen im Ukraine-Krieg (Friedensbemühungen, Waffenstillstand usw.) korrelieren. Denkbar sind aber auch günstige Entwicklungen und aufbauende Nachrichten, welche die Corona-Pandemie betreffen (stark sinkende Infektionszahlen, viel versprechende Erfolge bei Impfstoffen oder Covid-Medikamenten). Die Finanzmärkte könnten von der guten Stimmung profitieren, insbesondere Aktien.

Weitere typische Entsprechungen sind ergiebige Niederschläge, Hochwasser und Überschwemmungen. In der Vergangenheit korrelierten Jupiter/Neptun-Konstellationen außerdem häufig mit religiösen und kulturellen Ereignissen (Kirchentage, Papstreisen, Filmfestivals usw.), aber leider auch mit Skandalen und Enthüllungen, welche im Zusammenhang mit kirchlichen Institutionen standen.

Mit Blick auf die Wirtschaft liegt die Vermutung nahe, dass die Regierungen mit ihrer Politik weiterhin sehr entgegenkommend sein werden, z.B. durch Ausgaben zur Unterstützung neuer Sozialprogramme.

Die letzte Woche im Juni, insbesondere die Tage ab dem 26., stehen unter kritischeren Konstellationen: Zeitgleich mit dem Richtungswechsel von Neptun läuft die Sonne in den Achsen Mars/Saturn und Saturn/Uranus, wodurch sich die Gefahr von krisenhaften Ereignissen kurzfristig erhöht. Auch die Verbreitung von Fehlinformationen oder andere Täuschungsmanöver können in dieser Zeit eine wichtige Rolle spielen.

 

Die Grafik wurde mit der Astrologiesoftware Planetenbilder erstellt.

 

Auch auf:

www.facebook.com/astrozeit

Download
Olaf Staudt Newsletter 27.05.2022.pdf
Adobe Acrobat Dokument 172.0 KB

Bericht für den Monat Mai

vom 04.05.2022

von Olaf Staudt

Die übergeordnete Konstellation in der ersten Mai-Dekade ist ein Sextil von Jupiter und Pluto (exakt am 3.). Verbindungen dieser beiden Planeten korrelieren häufig mit Verträgen, Deals und Investitionen im großen Stil, z.B. Fusionen großer Unternehmen, aber auch mit einem Zuwachs an Schulden. Dieser Aspekt hat durch Elon Musks Übernahme von Twitter Ende April bereits eine markante Entsprechung gefunden. Eine weitere könnte darin besteht, dass neue Hilfspakete oder auch Waffenlieferungen für die Ukraine auf den Weg gebracht werden.

Konstellationen am 11.05.2022
Konstellationen am 11.05.2022

An den Tagen um den 5. bilden Sonne und Uranus eine Konjunktion. Möglicherweise kommt es zu plötzlichen, überraschenden Entwicklungen. Neben Ereignissen, die im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg stehen, denke ich hier auch an Unwetter, Stürme oder technische Störungen, z.B. Stromausfälle.

Am 10. Mai beginnt Merkur seine zweite Rückläufigkeitsperiode in diesem Jahr. Sie dauert bis zum 3. Juni. Die Rückläufigkeiten Merkurs korrelieren erfahrungsgemäß mit Zeiten, in denen sich vermehrt Probleme oder Verzögerungen in den Bereichen Kommunikation, Information, Transport und Verkehr ergeben. Typischerweise werden Details übersehen, Meinungen geändert und Aufträge storniert.

Außerdem konnte ich in der Vergangenheit häufig beobachten, dass während der Rückläufigkeitsphasen Merkurs politische oder wirtschaftliche Entscheidungen von großer Tragweite getroffen wurden, die sich später als wenig durchdacht oder sogar fehlerhaft erwiesen.

Am besten legen Sie wichtige Verhandlungen und Vertragsabschlüsse so, dass sie nicht in die genannten Perioden fallen. Vom Kauf teurer technischer Geräte wie Computer und Smartphones ist ebenfalls abzuraten. Gut eignen sich die Perioden des rückläufigen Merkur dagegen, um alte, liegen gebliebene Angelegenheiten zu bearbeiten und abzuschließen.

Zeitgleich mit Richtungswechsel Merkurs tritt Jupiter in das Widder-Zeichen ein und bildet am 11. ein Halbquadrat zu Uranus (Abbildung). Unter diesem Aspekt sind günstige Wendungen möglich und Spannungen können sich unvermittelt lösen. Diese Konstellation muss nicht, kann aber mit dem Ukraine-Krieg zusammenhängen. Sollte es an den Finanzmärkten zuvor nach unten gegangen sein, könnte nun ein Aufschwung einsetzen.

In der zweiten Mai-Hälfte und Anfang Juni formen Saturn und Neptun ein permanentes Halbsextil. In positiver Hinsicht lassen sich Ideen und Visionen praktisch umsetzen, werden selbstlose Aktionen und Opferbereitschaft gefördert. Als problematische Entsprechung können sich vermeintlich sichere Strukturen auflösen und die Schwachstellen unserer Gesellschaft offen legen.

Die Periode des Saturn/Neptun-Halbsextils wird eingerahmt von zwei Finsternissen, einer Mondfinsternis am 16. Mai und einer Sonnenfinsternis am 30. Mai. Zusätzlich bilden Mars und Jupiter am 20. Mai eine Konjunktion.

Insgesamt haben wir es hier mit einer emotional intensiven Zeit zu tun, in der wichtige Entwicklungen zu erwarten sind. Diese können mit dem Ukraine-Krieg zusammenhängen (was allerdings nicht zwingend der Fall sein muss).


Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass im Horoskop der auf Peking berechneten Mondfinsternis (16.5.2022, 12.14 Uhr Ortszeit) der Vollmond exakt auf die MC/IC-Achse fällt, mit Saturn im Quadrat und Neptun im Trigon bzw. Sextil dazu. Dementsprechend könnte China im Mai oder Juni eine wichtige weltpolitische Rolle spielen, vielleicht mit Blick auf den Ukraine-Krieg. Die genannten Konstellationen könnten auch mit der Corona-Situation in China zusammenhängen.

 

Die Grafik wurde mit der Astrologiesoftware Planetenbilder erstellt.

 

Auch auf:

www.facebook.com/astrozeit

Download
Olaf Staudt Newsletter 25.03.2022.pdf
Adobe Acrobat Dokument 177.6 KB

Bericht für den Monat April

vom 25.03.2022

von Olaf Staudt

Im Vergleich zum März sieht der April deutlich entspannter aus. Der wichtigste Aspekt ist die Konjunktion von Jupiter und Neptun, welche am 12. April auf 24° Fische exakt wird (Abbildung). Mit Jupiter und Neptun verbinden sich Prinzipien, die gut miteinander harmonieren: Jupiter ist optimistisch und aufbauend, Neptun altruistisch, ästhetisch und imaginativ. In positiver Hinsicht fördert die Kombination Idealismus, Mitgefühl, Hilfsbereitschaft und Hoffnungsfreude. Im ungünstigsten Fall macht sich eine Art "irrationaler Überschwang" bemerkbar, der zu sorg- und verantwortungslosem Handeln verleitet.

Jupiter/Neptun-Konjunktion am 12. April
Jupiter/Neptun-Konjunktion am 12. April

Vermutlich gehen die Corona-Infektionen, bedingt durch die wärmeren Temperaturen im Frühjahr, deutlich zurück und wir erleben eine unbeschwerte Zeit, in der die Menschen die Pandemie vergessen. Denkbar ist auch, dass neue Impfstoffe auf den Markt kommen, die besseren Schutz gegen bestimmte Virusvarianten bieten. Möglicherweise macht sich sogar die Hoffnung ist breit, dass die Pandemie nun bald überwunden werden könne - oder dies bereits der Fall sei. Auch im Russland-Ukraine-Krieg könnte es zu einer Entspannung kommen.

Mit Blick auf die Wirtschaft legt die Jupiter/Neptun-Konjunktion nahe, dass die Regierungen und Zentralbanken mit ihrer Politik weiterhin sehr entgegenkommend sein werden, z.B. durch Ausgaben zur Unterstützung neuer Sozialprogramme. Eine solche Situation hatten wir bereits in der Zeit von Mitte Mai bis Ende Juli 2021, als Jupiter erstmals durch das Fische-Zeichen transitierte. Damals stieg die Inflation an, aber die US-Notenbank Fed und andere Zentralbanken versicherten, dass dies nur vorübergehend sei und man die Politik des billigen Geldes auf unbestimmte Zeit fortsetzen werde. In der Folge stieg der Wert vieler Rohstoffe und anderer Finanzmärkte. Die Erzeugerpreise kletterten auf den höchsten Stand seit über einem Jahrzehnt.

Im Zeitband der Jupiter/Neptun-Konjunktion (April bis September) dürften wir dementsprechend eine weitere rasche Erhöhung der Schulden und einen weiteren Anstieg der Inflation erleben. Unter Umständen werden sogar Inflationsraten im zweistelligen Bereich erreicht.

Andere denkbare Entsprechungen für die Jupiter/Neptun-Konjunktion sind ergiebige Regenfälle und Überschwemmungen. Ein Skandal im Zusammenhang mit einer religiösen oder kirchlichen Institution ist ebenfalls vorstellbar.

Auf der persönlichen Ebene bietet die Jupiter/Neptun-Verbindung gute Gelegenheiten für romantische Erfahrungen, spirituelles Wachstum und Gefühle kosmischer Verbundenheit - insbesondere, wenn sie persönliche Punkte im Horoskop berührt (und wir in der Lage sind, uns sensibel auf die Energien des Kosmos einzustimmen).

Erhöhtes Krisenpotential besteht an den Tagen um den 5. April, wenn Mars und Saturn eine Konjunktion bilden. Auf der mundanen Ebene sind Konflikte und andere gewaltsame Formen des Energieausdrucks möglich. Im persönlichen Alltag kann es zu Hindernissen und Verzögerungen kommen.

An den Tagen um den 17./18. April spiegeln sich Sonne und Mars in Teiler 1. Gleichzeitig ist ein Quadrat von Sonne und Pluto exakt. Hier können große Energiemengen freigesetzt werden, die man zur Verfolgung der eigenen Ziele einsetzen kann. In negativer Hinsicht drohen Konflikte und Machtkämpfe, sogar gewaltsame Eskalationen sind möglich.

Die letzte April-Woche ist emotional aufgeladen und von insgesamt eher nüchterner Qualität (Sonne Spiegelpunkt Saturn in Teiler 1, Sonnenfinsternis). Vielleicht werden Missstände oder Probleme bekannt und erfordern eine Aufarbeitung. Denkbar ist auch, dass wir vom Ableben einer bekannten und respektierten Persönlichkeit erfahren.

 

Die Grafik wurde mit der Astrologiesoftware Planetenbilder erstellt.

 

Auch auf:

www.facebook.com/astrozeit

Download
Olaf Staudt Newsletter 25.03.2022.pdf
Adobe Acrobat Dokument 176.6 KB

Bericht für den Monat März

vom 02.03.2022

von Olaf Staudt

Die spannungsreiche Zeitqualität vom Februar setzt sich im März fort. In der ersten Monatshälfte bewegen sich Venus und Mars in permanenter Konjunktion und überlaufen Anfang März den Krisenplaneten Pluto (die Kreisgrafik zeigt die Konstellationen vom 3. März).

Venus/Mars/Pluto-Konjunktion am 3. März
Venus/Mars/Pluto-Konjunktion am 3. März

Auf der mundanen Ebene werden Verbindungen und Allianzen aller Art einem Test unterzogen, wobei bestehende Konflikte sich verschärfen können. Möglich ist auch, dass Themen im Zusammenhang mit sexualisierter Gewalt bzw. Missbrauch an die Öffentlichkeit gelangen.

Auf der persönlichen Ebene werden wir dazu aufgefordert, frischen Wind in unsere Beziehungen zu bringen und stimmigere Formen des Zusammenlebens zu finden. Beziehungen, in denen es bereits seit längerem kriselt, werden auf ihre Belastbarkeit hin überprüft.

In der zweiten Monatshälfte sorgen drei langsame Planetenverbindungen für erhöhte Krisengefahr: Eine besonders angespannte Zeitqualität ergibt sich an den Tagen um den 18. März, wenn - zeitgleich mit einem Vollmond - eine Spiegelung von Saturn und Pluto im Teiler 16 exakt ist. Dieser Aspekt wird zusätzlich durch Mars aktiviert, der sich in Teiler 4 mit Saturn spiegelt (Abbildung unten zeigt die Konstellationen vom 18.3. im Linear des Teiler 16).

Mars/Saturn/Spiegelung mit Pluto am 18. März im Teiler 4
Mars/Saturn/Spiegelung mit Pluto am 18. März im Teiler 4

Kombinationen von Saturn und Pluto stehen typischerweise für notwendige oder erzwungene Umstrukturierungen bzw. Verluste. Im günstigsten Fall lassen sich Herausforderungen mit großer Anstrengung bewältigen. Durch das Zusammenspiel von Mars und Saturn erhöht sich das Konflikt- und Gewaltpotential. Wie bei den Konstellationen der ersten Monatshälfte, liegt es nahe, einen Zusammenhang mit der Ukraine-Krise zu vermuten, die Ende Februar eskalierte und auch im März die Schlagzeilen beherrschen dürfte.

Ein weiteres kritisches Zeitband stellen die Tage um den 26./27. März dar, wenn zwei langsame Planetenverbindungen zeitgleich fällig sind: Uranus und Neptun bilden einen Spiegelpunkt des Teiler 10, während Saturn und Neptun sich im Teiler 8 spiegeln. Auch hier kann man ein Zusammenhang mit dem Russland-Ukraine-Krieg vermuten: Verbindungen von Saturn und Neptun thematisieren den Zwiespalt von Wunschdenken und Realität, während Uranus/Neptun-Aspekte häufig mit unklaren, verworrenen Situationen korrelieren, in denen sich gewohnte Strukturen auflösen und/oder Gefühle der Ohnmacht eine Rolle spielen. (Abbildung unten zeigt die Konstellationen vom 27.3. im Linear des Teiler 10).

Uranus/Neptun/Spiegelung am 27. März im Teiler 10
Uranus/Neptun/Spiegelung am 27. März im Teiler 10

Die Konstellationen vom Monatsende könnten aber auch auf andere Weise zum Ausdruck kommen. Vielleicht erleben wir einen erneuten Anstieg der Corona-Infektionen. Zwar gehen die Fallzahlen in den meisten Ländern gerade zurück. Doch die neue Corona-Variante Omikron-Subtyp BA.2 legt immer weiter zu. Dies könnte die geplanten Lockerungen in verschiedenen Staaten gefährden. Weitere denkbare Entsprechungen sind extreme Wetterbedingungen sowie Natur- und Umweltkatastrophen.

 

Die Grafiken wurden mit der Astrologiesoftware Planetenbilder erstellt.

 

Auch auf:

www.facebook.com/astrozeit

 

Download
Olaf Staudt Newsletter 02.03.2022.pdf
Adobe Acrobat Dokument 168.3 KB