Zeit-Charakter

Autor: Olaf Staudt

 

Olaf Staudt, geboren 1964 in München. Seit 2000 Berufsastrologe, Seminarleiter und Autor zahlreicher astrologischer Fachartikel und Schriften. Beratungspraxis und Seminarräume in Grünwald bei München.

 

Kontakt

Internet: http://www.planetenbilder.com/

Bericht für den Monat Oktober

vom 27.09.2019

von Olaf Staudt

Der Oktober dürfte gerade mit Blick auf das Weltgeschehen turbulent verlaufen. Erhöhtes Krisenpotential besteht zunächst in der Zeit vom 3. bis 8. (stationärer Pluto, Sonne Spiegelpunkt Neptun, Sonne Quadrat Saturn) sowie an den Tagen um den 14. (Sonne Quadrat Pluto, Sonne = Mars/Uranus).

Neumond am 28. Oktober
Neumond am 28. Oktober

In der dritten Dekade sind mehrere Spannungsaspekte in kurzer Abfolge fällig (Sonne = Mars/Saturn, Mars Quadrat Saturn, Saturn Spiegelpunkt Pluto in Teiler 5, Neumond Opposition Uranus), was diese Periode ereignisreich und einmal mehr anfällig für krisenhafte Entwicklungen/Ereignisse macht.

Die übergeordnete Konstellation ist die Spiegelung von Saturn und Pluto im 5. Harmonic, welche bereits ein Schlaglicht auf die Konjunktion der beiden Langsamläufer in Januar 2020 wirft. Man kann förmlich spüren, wie der Schraubstock enger wird und der Druck sich erhöht. Die Dringlichkeit, die bestehenden Probleme anzupacken, ist groß, aber es fehlt möglicherweise an der nötigen Konzentration und Konsequenz.

Saturn/Pluto-Spiegelung im Teiler 5 am 28. Oktober
Saturn/Pluto-Spiegelung im Teiler 5 am 28. Oktober

Die Kombination von Saturn und Pluto steht generell für "Wandlung unter Druck" d.h. für notwendige oder erzwungene Umstrukturierungen, aber auch für Trennungen und Verluste. Im günstigsten Fall lassen sich Herausforderungen mit großen Anstrengungen bewältigen.

Zeitgleich mit der Saturn/Pluto-Spiegelung ist am 28. ein Neumond fällig, welcher in exakter Opposition zu Uranus stattfindet (siehe Kreisgrafik). An den Tagen rund um dieses Datum können plötzliche Ereignisse/Entwicklungen für Aufregung sorgen. Unwetter, Überschwemmungen und andere Naturereignisse sind eine Gefahr, ebenso Konflikte, gewaltsame Eskalationen und Kriegsdrohungen. Die Finanzmärkte können sprunghaft reagieren.

Die letzte Merkur-Rückläufigkeit in diesem Jahr beginnt am 31. Oktober, exakt dem Tag des geplanten Brexit. Dies wird in der nächsten Ausgabe behandelt.

 

Die Grafik wurde mit der Astrologiesoftware Planetenbilder erstellt.

Bericht für den Monat September

vom 30.08.2019

von Olaf Staudt

Jupiter/Neptun-Quadrat am 21. September
Jupiter/Neptun-Quadrat am 21. September

Seit August und noch bis Mitte September bewegen sich Jupiter und Saturn in einem Spiegelpunkt-Verhältnis zueinander. Zusätzlich stehen beide Langsamläufer mit der Mondknotenachse in Verbindung. Hier haben wir es mit einer überwiegend nüchternen Kombination zu tun. Jupiters Optimismus wird durch die Zurückhaltung und Skepsis von Saturn gedämpft. Projekte und Verhaltensweisen werden kritisch hinterfragt. Sorgen und Ängste können um sich greifen.

Als positive Entsprechung können Angelegenheiten durch Mäßigung und Ausdauer reifen, so dass bescheidenes Wachstum entsteht. Internationale oder bilaterale Verträge/Abkommen können hierzu beitragen. Als problematische Entsprechung prallen gegensätzliche Standpunkte aufeinander und erschweren die Zusammenarbeit. Im ungünstigsten Fall kommt es zu internationalen Spannungen. Die Kombination von Jupiter und Saturn steht außerdem für "Recht und Ordnung". Sie kann das "Recht des Stärkeren" symbolisieren und sich von einer dogmatischen, rigiden, einschränkenden Seite zeigen.

Am 12. September aktiviert Mars die Jupiter/Saturn-Spiegelung. Die Tage rund um dieses Datum sind konfliktgeladen und anfällig für Krisen.

Neben der Jupiter/Saturn-Spiegelung wird der September von einem Jupiter/Neptun-Quadrat geprägt, welches am 21. zum dritten und letzten Mal exakt wird (Abbildung oben). In dieser Zeit wechselt auch Saturn zur Direktläufigkeit und steht am Himmel scheinbar still. Unter diesen widersprüchlichen Konstellationen sind hoffnungsvolle Tendenzen, Mitgefühl und Idealismus vorhanden. Gleichzeitig geht es um die ungeschminkte Auseinandersetzung mit der Realität. Vielleicht muss man sich eingestehen, dass ein hoffnungsvoll begonnenes Projekt nun doch nicht so leicht realisiert werden kann wie ursprünglich angenommen.

Ebenfalls denkbar ist, dass das Aufeinanderprallen unterschiedlicher Meinungen zu gegenseitigem Unverständnis und Konflikten führt. In jedem Fall dürfte die Kombination von Hoffnung und Skepsis in der zweiten und dritten Dekade sehr präsent sein, wobei Motive der Unglaubwürdigkeit und des Misstrauens mitschwingen. Möglicherweise gibt es offensichtliche Betrugsversuche. Vielleicht lässt sich aber auch nur schwer herausfinden, wer nun die Wahrheit sagt und wer nicht. Eine weitere Entsprechung, die man bei Jupiter/Neptun immer in Betracht ziehen sollte, sind starke Regenfälle bzw. Überschwemmungen

Uranus/Neptun-Spiegelung am 29. September im Teiler 16
Uranus/Neptun-Spiegelung am 29. September im Teiler 16

Ende des Monats besteht ein erhöhtes Potential für Umbrüche und Krisen (letzter Übergang der Uranus/Neptun-Spiegelung in Teiler 16 am 29. September). Denkbar sind destabilisierende, für Unsicherheit sorgende politische oder wirtschaftliche Entwicklungen, aber auch schwierige Naturereignisse, beispielsweise Erdbeben.

 

Die Grafik wurde mit der Astrologiesoftware Planetenbilder erstellt.

Bericht für den Monat August

vom 26.07.2019

von Olaf Staudt

Die astrologische Großwetterlage im August wird durch eine Spiegelung von Jupiter und Saturn vorgegeben, welche aufgrund des Richtungswechsels beider Planeten den ganzen Monat und darüber hinaus wirksam ist. Saturn befindet sich zusätzlich am absteigenden Mondknoten.

Unter dieser Zeitqualität können Angelegenheiten durch Mäßigung, Geduld und Ausdauer reifen, so dass im günstigsten Fall bescheidenes Wachstum entsteht. Internationale oder bilaterale Verträge/Abkommen können hierzu beitragen.
   
Die Kombination von Jupiter und Saturn steht außerdem für "Recht und Ordnung" und kann das "Recht des Stärkeren" symbolisieren. Dann zeigt sich Jupiter/Saturn von einer dogmatischen, rigiden, einschränkenden Seite.

Als weitere problematische Entsprechung können gegensätzliche Standpunkte die Zusammenarbeit erschweren. Auch können Sorgen, Ängste und Kritik unverhältnismäßig aufgeblasen werden, was im ungünstigsten Fall zu internationalen Spannungen/Krisen führen kann.

In das Zeitband der Jupiter/Saturn-Spiegelung fallen außerdem der Wechsel von Uranus zur Rückläufigkeit (am 12. August) sowie der zweite Übergang der Saturn/Pluto-Spiegelung in Teiler 5 (am 15. August).

Der stationäre Uranus verleiht der Zeit eine unruhige Qualität. Plötzliche oder unerwartete Ereignisse/Wendungen können hier eine Rolle spielen. Die Kombination von Saturn und Pluto symbolisiert "Wandlung unter Druck" und korreliert häufig mit Perioden, in denen sich Umstrukturierungen als notwendig erweisen. Als positive Entsprechung können Probleme und Schwierigkeiten mit großen Anstrengungen bewältigt werden.

Aktivierung der Saturn/Pluto-Spiegelung in Teiler 5 durch Sonne, Venus und Mars am 13. August, linear
Aktivierung der Saturn/Pluto-Spiegelung in Teiler 5 durch Sonne, Venus und Mars am 13. August, linear

Ein kritisches Zeitband stellen die Tage um den 12./13./14./15. August dar, wenn die Saturn/Pluto-Spiegelung in Teiler 5 durch Sonne, Venus und Mars aktiviert wird. (die Abbildung zeigt die Konstellationen vom 13. August in linearer Darstellung.) Die Gefahr von Konflikten und Krisen ist groß. Stürme und Unwetter sind weitere mögliche Entsprechungen, ebenso andere Naturereignisse bzw. überraschende Entwicklungen allgemein. An den Börsen kann es zu starken Kursbewegungen kommen.

Abgesehen von dieser zuletzt genannten Konstellation sind durchaus auch positive Tendenzen vorhanden: Mit Sonne, Venus und Mars im Löwe-Zeichen - und einer Konjunktion von Sonne und Venus - fördert die Zeitqualität der ersten beiden Dekaden gesellschaftliche Aktivitäten. Die Zeit ist günstig, um sich mit Freunden zu treffen und das Leben zu genießen. Vielleicht gibt es auch gute Nachrichten, den internationalen Handel betreffend.

In der dritten Dekade treten Venus, Mars und Sonne nacheinander in das Jungfrau-Zeichen ein. Die Stimmung bewegt sich weg von Genuss und Party-Laune hin zu Alltag, Arbeit und Sachthemen. Die Zeit ist günstig, um gute Pläne zu machen und diese auszuführen oder - allgemein ausgedrückt - um Angelegenheiten zu konkretisieren. Themen im Zusammenhang mit Arbeit, Lohn oder dem Gesundheitswesen könnten viel Aufmerksamkeit erfahren. Auch kreative Bereiche (Venus/Mars) und Sportereignisse (Sonne/Mars) dürften in den Vordergrund rücken.

 

Die Grafik wurde mit der Astrologiesoftware Planetenbilder erstellt.

Bericht für den Monat Juli

vom 28.06.2019

von Olaf Staudt

Der Juli wird von mehreren markanten Konstellationen geprägt. Am 2. ereignet sich eine Sonnenfinsternis auf 10°-11° Krebs und damit im engen Spiegelpunkt zu Neptun. Die Zeitqualität begünstigt Missverständnisse, Illusionen, Fehlinformationen, Gerüchte und Skandale. Da sich gleichzeitig Sonne mit Mars/Uranus deckt (exakt am 3. Juli), besteht zudem eine erhöhte Gefahr von impulsiven Aktionen, Unglücksfällen und anderen Krisen.

Mondfinsternis vom 16. Juli
Mondfinsternis vom 16. Juli

In die Zeit vom 7. Juli bis 1. August fällt die zweite Merkur-Rückläufigkeit des Jahres. Die Rückläufigkeiten Merkurs korrelieren typischerweise mit Zeiten, in denen sich Probleme oder Verzögerungen in den Bereichen Kommunikation, Information, Transport und Verkehr ergeben. Häufig werden Details übersehen, Meinungen geändert und Aufträge storniert.

Zudem habe ich in der Vergangenheit immer wieder festgestellt, dass während der Rückläufigkeitsphasen Merkurs politische oder wirtschaftliche Entscheidungen von großer Tragweite getroffen wurden, die sich später als wenig durchdacht oder fehlerhaft erwiesen. Am besten legen Sie wichtige Verhandlungen und Vertragsabschlüsse so, dass sie nicht in diese Periode fallen.

In der Zeit vom 8. bis 14. Juli besteht aufgrund mehrerer Spannungsaspekte (Sonne Opposition Saturn und Pluto, Merkur und Mars im Quadrat zu Uranus) erhöhtes Krisenpotential. Außerdem sind heftige Debatten und Diskussionen zu erwarten, möglicherweise sogar verbale Entgleisungen, Beleidigungen und Drohungen. Es kann zu Frustrationen, Enttäuschungen und Rückschlägen kommen. Vielleicht gerät eine Führungspersönlichkeit in die Kritik. Im besten Fall gelingt es unter großen Anstrengungen, Umstrukturierungen vorzunehmen und Missstände zu beseitigen.

Am 16. Juli ereignet sich eine Mondfinsternis in Konjunktion mit Pluto (siehe Abbildung). Gleichzeitig bewegt sich Venus in Opposition zu Saturn (17. Juli) und Pluto (21. Juli). Hier haben wir es mit einer emotional intensiven Zeit zu tun, in der bestehende Abhängigkeiten und Verbindlichkeiten infrage gestellt und Beziehungen bzw. Werte überprüft werden. Auch Konflikte und Machtkämpfe können eine Rolle spielen, des Weiteren Enthüllungen und Skandale. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass die Vollmondstellung der Finsternis exakt auf die Radix-Sonne von Angela Merkel fällt.

An den letzten Tagen des Monats können unerwartete Ereignisse und Wendungen für Turbulenzen sorgen (Sonne Quadrat Uranus). Möglicherweise werden die laufenden Entwicklungsprozesse in eine neue Richtung gelenkt. Unwetter und Stürme sind eine Gefahr.

 

Die Grafik wurde mit der Astrologiesoftware Planetenbilder erstellt.

Bericht für den Monat Juni

vom 24.04.2019

von Olaf Staudt

Im Juni entfalten sich zum Teil recht gegensätzliche Konstellationen. Anfällig für Spannungen und krisenhafte Ereignisse sind zunächst die Tage um den 3./4. Juni, wenn Sonne in Saturn/Uranus, Mars/Pluto und Mars/Saturn läuft.

Jupiter/Neptun-Quadrat Mitte Juni
Jupiter/Neptun-Quadrat Mitte Juni

Mitte des Monats wird das Jupiter/Neptun-Quadrat zum zweiten Mal exakt (siehe Abbildung). Gleichzeitig bewegt sich Mars in Opposition zu Saturn und Pluto.
Das Jupiter/Neptun-Quadrat fördert Idealismus, Mitgefühl, Hilfsbereitschaft und Spiritualität. Es kann aber auch zu Sorglosigkeit, übertriebenem Optimismus, dem Schwelgen in unrealistischen Träumen und verantwortungslosem Handeln verführen.
Die Opposition von Mars, Saturn und Pluto ist im Gegensatz dazu von spannungeladener Qualität. Sie erstreckt sich ungefähr vom 13. bis 25. Juni und markiert eine Zeit, in der sich Widerstände und Hemmungen bemerkbar machen. Die Gefahr von Konflikten, Unglückfällen, Naturkatastrophen und Gewalt ist groß.

Mit Blick auf die Politik kann diese Periode mit Spannungen und Gefühlen der Unzufriedenheit einhergehen. Möglicherweise widersprechen sich Politiker offen und legen sich Worte in den Mund, die so nicht gesagt wurden. Dies kann zu Konflikten und Feindseligkeit führen. Eine brisante Enthüllung bzw. ein Skandal ist ebenfalls denkbar und könnte dafür sorgen, dass eine Führungsperson in die Kritik gerät oder sogar von ihrem Amt zurücktreten muss.

Auf der mundanen Ebene korrespondieren Jupiter/Neptun-Aspekte häufig mit religiösen/spirituellen oder auch kulturellen Ereignissen (Kirchentage, Papstreisen, Filmfestivals usw.). Im Zusammenspiel mit der Opposition von Mars, Saturn und Pluto könnte die Kirche aber auch von einem weiteren Skandal erschüttert werden.
Eine andere Entsprechung für das Zusammenwirken von Jupiter/Neptun und Mars/Saturn/Pluto sind starke Niederschläge und Überschwemmungen.

Saturn/Uranus-Aspekt im Juni, lineare Darstellung
Saturn/Uranus-Aspekt im Juni, lineare Darstellung

In der dritten Dekade formen Saturn und Uranus zwei Aspekte des Teiler 10 (siehe lineare Grafik) und thematisieren den Gegensatz von Freiheit und Pflicht, Alt und Neu, dem Establishment und progressiven bzw. revolutionären Strömungen. Denkbare Entsprechungen sind Spannungen, Proteste und Streiks, aber auch plötzliche Krisen, beispielsweise Naturkatastrophen, bei denen Menschenleben in Gefahr sind.
Im günstigsten Fall werden Umstellungen und Reformen auf den Weg gebracht, die zu einer nachhaltigen Verbesserung der Verhältnisse führen.

 

Die Grafiken wurden mit der Astrologiesoftware Planetenbilder erstellt.