Zeit-Charakter

Das abnehmende Saturn/Uranus-Quadrat und seine Zyklen

vom 24.01.2021

von Stefan Fleckenstein

Im Jahr 2021 gelangt ein 90°-Winkel der Planeten Saturn und Uranus zu besonderer Bedeutung: das abnehmende Saturn/Uranus-Quadrat. Ich erlaube mir, diesen Aspekt statt in herkömmlicher Form, als Häuserbeziehung der Vehlow-Häuser zu deuten. Darüber hinaus nehme ich Bezug zu der dazugehörigen Saturn/Uranus-Konjunktion 1988 sowie der Konjunktion 1897 und deren abnehmendem  Quadrat im Jahre 1930.

Zum besseren Verständnis der Saturn- und Uranushäuser oder abgeleiteten Häuser nach Vehlow/Prantl: Saturn und Uranus werden jeweils als Mitte des ersten, 30° großen Hauses betrachtet. Alle weiteren Häuser sind gegen den Uhrzeigersinn weiterzuzählen. Es sind weder AC noch MC vorhanden, was eine ortsunabhängige, mundane (weltweite) Deutung ermöglicht. Die jeweiligen Hauspositionen für alle abgeleiteten Häusersysteme lassen sich den dazugehörigen Felder-Tafeln entnehmen.

 

*Der Einfachheit halber werden in den Artikeln Parallel und Kontraparallel pauschal als Parallel bezeichnet.

Die Saturn/Uranus-Konjunktion 1897

Saturn/Uranus-Konjunktion am 06.01.1897 mit Fixstern Toliman u. Mars/Pluto Konjunktion
Saturn/Uranus-Konjunktion am 06.01.1897 mit Fixstern Toliman u. Mars/Pluto Konjunktion

Zu Beginn sei ein kurzer Blick auf Saturn/Uranus genau in der Mitte des ersten Saturn(oder Uranus)-Hauses in Skorpion gewagt. Dieser Zusammenstand ereignete sich im Jahre 1897 und wurde mehrfach in der Nähe des Fixsterns Toliman exakt. Jener ist auch unter dem Namen Bungula bekannt. Er gilt als das linke Bein des Zentauren und steht analog dafür, sich unbedacht mit etwas zu verletzen.

Gleichzeitig ist Pluto während der 1. Saturn/Uranus-Konjunktion, zusammen mit Mars (beide rückläufig), genau auf der Spitze 7/8 der Saturn- und Uranushäuser zu finden. Beim zweiten Zusammenstand bewegt sich Pluto schon auf Spitze 8, und während der dritten Konjunktion in 8. Die Häuserspitzen gelten bei den Vehlow-Häusern als Orte, in denen die Planetenenergie verzerrt zum Ausdruck kommt.

Mars und Pluto herrschen beide im Skorpion. An der kritischen Spitze von Haus 8 berühren sie das mit Skorpion auf einer anderen Ebene verwandte Haus. Stirb und Werde-Prozesse, Transformation, Ende und Anfang, Willenskraft, Zwanghaftigkeit sowie der unbedingte Wille zur Macht, sind in diesem Horoskop extrem stark betont. Vor allem die Aufforderung, alte Muster hinter sich zu lassen, statt verbissen an Altem, Überholten festzuhalten, prägte die damalige Zeitqualität. Folgerichtig kamen die transformierenden Kräfte dort am stärksten zum Ausdruck, wo Veränderung und Regeneration mit aller Macht abgewehrt wurden. Staaten, die im Grunde noch auf mittelalterlich geprägte Strukturen setzten, standen also im Fokus der zu erwartenden Umbrüche (damaliges Deutschland, Donau-Monarchie, etc.). Der in fast ganz Europa vorherrschende Rüstungswahn, dessen Früchte 1914 so brachial zum Ausdruck kamen, lassen den Zentauren (Bungula nahe der Konjunktion) vor dem inneren Auge erscheinen, der unbedacht in die Katastrophe hineinstolpert.

Im Gesamtkontext trägt die Saturn/Uranus-Konjunktion eine zutiefst transformierende Signatur, bei der Massenmanipulation, Massenvernichtungswaffen (wer denkt hier nicht an die Weltkriege oder die Atombombe?) und gravierende gesellschaftliche Umbrüche bevorstanden.

 

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Das abnehmende Saturn/Uranus-Quadrat 1930

Das erste absteigende Saturn/Uranus-Quadrat des 1897 begonnenen Zyklus fand am 22.02.1930 statt. Saturn war genau in der Mitte des 10. Uranus-Hauses und Uranus genau in der Mitte des vierten Saturn-Hauses platziert.

Welche Metaphern bieten sich an, um jene kosmischen Gegebenheiten der damaligen Zeit zu beschreiben? Doch für Saturn wohl am ehesten jemand, der im Grunde alles an materiellen Zielen erreicht hat, was ihr oder ihm jemals in den Sinn kam (Saturn in Steinbock in 10) und die oder der wahrscheinlich um keinen Preis von seiner Position weichen würde. Zusätzlich befand sich Pluto in Krebs, sowie Jupiter in Zwillinge in Parallel-Aspekten zu Saturn, was diese Tendenz noch einmal deutlich unterstreicht. Ganz im Gegenteil würde wohl stattdessen der Versuch unternommen, aufgrund des Erreichten die eigene Macht soweit als möglich zu vergrößern. Dies geschieht mit Hilfe von Volk, der Manipulation von Empfindungen und Traditionen (Pluto in Krebs). Obendrein ist Saturn mit dem Nebel Facies im Gesicht des Sternbildes Schütze verbunden, was als Blindheit oder besonders eingeschränkt/materielle Sichtweise gedeutet werden kann.

Saturn/Uranus-Quadrat am 22.02.1930 mit Faciesnebel und Fixstern Alpheratz
Saturn/Uranus-Quadrat am 22.02.1930 mit Faciesnebel und Fixstern Alpheratz

Uranus in Widder in seinem 1. Haus und 4. Saturnhaus trägt die Leitideen Saturns. Der Charakter von Uranus ist hier revolutionär, auf direktes Handeln und unmittelbare Impulse ausgerichtet. Zusammen mit ausgeprägt unbeweglichen, beschränkt/materiellen Leitideen ergab sich eine extrem explosive Mischung, welche später allzu feste Strukturen sprengte. Der Planet bewegt sich während der weiteren Quadrate auf den Fixstern Alpheratz zu. Die Überschätzung technischer Möglichkeiten oder der eigenen Kräfte fand entsprechenden Ausdruck. Genialität und Einzigartigkeit von Uranus äußern sich in einer Revolution, welche in Unterdrückung mündet. Unter anderem wurde von einer konservativen Revolution gesprochen. Welch passender Ausdruck für derart widerstrebende Energien. Geistige Ambitionen wandelten sich in verschrobenes Aufbegehren, dessen unterdrückte kämpferische Kraft an der falschen Stelle ausbrach.

Saturn/Uranus-Konjunktion am 22.02.1930, Parallel-Aspekte Saturn/Jupiter/Pluto
Saturn/Uranus-Konjunktion am 22.02.1930, Parallel-Aspekte Saturn/Jupiter/Pluto

Am 9. April 1930 sind Saturn und Uranus wieder genau in derselben jeweiligen Häusermitte, wie am 22.02.1930 zu finden. Die explosiven, verzerrten Tendenzen manifestieren sich wie gerade beschrieben weiter. Jupiter in Zwillinge und Pluto in Krebs befinden sich im Parallel mit Saturn. Ergänzend sei angemerkt, dass die Saturn/Pluto-Konjunktion 1914 in Krebs, Transformation von Strukturen in Bezug auf Herkunft, Gefühl, Vorfahren, Gewohntes, stattfand.  Auch am 12.12.1930, als Saturn und Uranus die zuvor beschriebenen Häuser besetzen (das dritte und letzte exakte abnehmende Quadrat dieses Jahres), kommt es zu Parallel-Aspekten von Saturn zu Jupiter und Pluto (nähe Fixstern Kastor, Sternbild der Zwillinge, Krieger, der getötet wird). Beide sind rückläufig in Konjunktion im vierten Zeichen zu finden. Chiron ist während aller drei exakten Signaturen in der Mitte des 2. Uranus-Hauses in Stier (mundanes Finanzzeichen) konstelliert. Die verheerenden Folgen des schwarzen Freitags, der kurz zuvor stattfand, äußern sich in der Weltwirtschaftskrise und leisten dem sich anbahnenden kollektiv/autoritären Massen-Wahn Vorschub. Welche tödlichen Folgen diese Tendenzen hatten, dürfte hinlänglich bekannt sein.

 

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Die Saturn/Uranus Konjunktion 1988

Vor der Deutung des aktuellen Saturn/Uranus-Quadrats, sei ein kurzer Blick auf die letzte Saturn/Uranus-Konjunktion von 1988 in den letzten Graden Schütze gewagt.

Betrachtet man die Vehlow-Häuser, sind Saturn und Uranus beide exakt in der Mitte des jeweiligen 1. Hauses des anderen Planeten zu finden (Uranus Mitte des 1. Saturnhauses, Saturn Mitte des 1. Uranushauses). Insgesamt war der Zusammenstand von Saturn/Uranus 1988 dreimal exakt. Alle weiteren Planeten in diesen beiden abgeleiteten Häuser/- oder Feldersystemen weisen dieselbe Hausposition auf. Während aller drei Konjunktionen finden Parallel-Aspekte zu Neptun statt und Neptun ist jedes Mal im 1. Saturn- und Uranushaus zu finden. Außerdem ereignen sie sich in der Nähe des Fixsterns Acumen. Dieser wird in Verbindung gebracht mit Blindheit, auch im übertragenen Sinn oder dem Gegenteil, Weitsicht.

Saturn/Uranus-Konjunktion am 13.02.1988, Konjunktion mit Fixstern Acumen, Neptun/Facies
Saturn/Uranus-Konjunktion am 13.02.1988, Konjunktion mit Fixstern Acumen, Neptun/Facies

Ihm wird eine Mond/Mars-Natur zugeschrieben. Interessant ist hier, dass beim 1. exakten Zusammentreffen von Saturn/Uranus sowohl Mond/Mars in Schütze, als auch Neptun in Steinbock im 1. Saturn- und Uranus-Haus platziert waren. Blindheit könnte unter diesen Umständen als Vision oder Schau gedeutet werden, welche sich bewahrheitet oder in die Irre führt. Neptun steht während der drei Zusammenstände in der Nähe des Sternennebels Facies, der sich während der Saturn/Uranus-Quadrate 1930 in Konjunktion mit Saturn befand. Ein zusätzlicher Hinweis auf Ahnungen oder Vorausschau, die sich allerdings auch als tragische Fehldeutungen manifestieren können. Spontan mögen einem die blühenden Landschaften Helmut Kohls vor Augen stehen. Die später folgende Saturn/Neptun-Konjunktion sollte ihr übriges zu diesen Entwicklungen beitragen.

Saturn/Uranus-Konjunktion am 13.02.1988, Parallel-Aspekte zu Neptun
Saturn/Uranus-Konjunktion am 13.02.1988, Parallel-Aspekte zu Neptun

Damals kam es, vornehmlich durch Michail Gorbatschows Perestroika und andere Vorgänge, nach und nach zur Auflösung (Neptun) der Sowjetunion (Steinbock, große Strukturen). Eine hoffnungsvolle Epoche des Friedens und der Prosperität schien zu beginnen (Saturn/Uranus/Mond/Mars in Schütze). Die Wiedervereinigung Deutschlands nahm ihren Lauf und die Europäische Union entwickelte sich in eine neue Phase. Das Internet expandierte und schuf ungeahnte Möglichkeiten, während Welthandel und Globalisierung zu enormen Wachstumsraten beitrugen. Der Charakter vieler Weltanschauungen änderte sich grundlegend. Neue Doktrine entstanden. So wurde unter anderem erklärt, der Kapitalismus sei, nach dem Untergang des Kommunismus, die einzige verbliebene Wirtschaftsordnung.

 

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Das abnehmende Saturn/Uranus-Quadrat 2021

Im Jahr 2021 beginnt jener Teil des Saturn/Uranus-Zyklus, der als abnehmendes Quadrat bezeichnet wird. In den Vehlow/-Prantl-Häusern befindet sich Saturn in Wassermann im 10. Uranushaus und umgekehrt Uranus in Stier im 4. Saturnhaus.

Im Idealfall darf man sich Saturn in Wassermann als alte oder alten Waisen vorstellen, deren oder dessen Not-wendige Ausrichtung auf Freiheit, Gleichheit und Verbundenheit eine neue Ära ungeahnter Möglichkeiten im Dienste aller einleitet. Wäre da nicht Uranus im 1. Haus oder im 4. Saturnhaus, der diesen Betrachtungen als Störenfried mit einer materiellen Ausrichtung (Stier) ein möglichst schnelles Ende setzen möchte. Originalität, Exzentrizität und Genialität, welche sich nicht in der ihnen gemäßen, auch geistigen Form entfalten dürfen, laufen Gefahr, in verschrobene, um sich selbst kreisende Ideen zurückzustürzen. In diesem Fall würde das oft prognostizierte Ende des Kapitalismus, zu der gerade angebrochenen Luft-Epoche mit Jupiter/Saturn-Konjunktionen in Wassermann, um eine unangenehme Note bereichert. Wurde im beginnenden Saturn/Uranus-Zyklus ab 1988 der Kapitalismus als einzig überlebendes System gepriesen, sind nun ganz erhebliche Modifikationen zu erwarten, in deren Zentrum vermutlich Globalisierung, Internet, Welthandel und ähnliche Themen stehen. Diese werden umso deutlicher ausfallen, falls statt auf Zustimmung und Verständnis aller für eine bessere Art des Lebens, mit offen autoritären oder gar diktatorischen Profilierungsversuchen hausiert wird. Der Freiheitswillen wächst.

Saturn/Uranus-Quadrat am 17.02.2021, Uranus Konjunktion Mond u. Hamal
Saturn/Uranus-Quadrat am 17.02.2021, Uranus Konjunktion Mond u. Hamal

Die mögliche Blindheit oder auch die Tendenz zum Wahn, den der Augenblick der Samenlegung dieses Zyklus von 1988 aufweist, warnt eindrücklich vor rückwärtsgewandten Experimenten. Während der drei beschriebenen Saturn/Uranus-Kontakte, befindet sich Uranus  in der Nähe der Fixsterne Hamal und Menkar. Hamal wird Saturn/Mars-Charakter zugeschrieben. Menkar, im Kiefer des Seemonsters, steht mit Saturn in Resonanz. Er gelangte während der Jupiter/Saturn-Konjunktion von 1940 zu berüchtigter Aufmerksamkeit. Es besteht die Gefahr, von den eigenen Begierden verschlungen zu werden. Umsichtiges und rücksichtsvolles Agieren sowie der Einbezug höherer Güter, wie z.B. der Fortschritt aller, scheinen mehr als angebracht. Wer ausschließlich den eigenen Vorteil im Blick hat, steht auf Treibsand. Andererseits verlangen die Unzulänglichkeit und Bedingtheit der irdischen Existenz (Stier) nach Beachtung. Scheinbar gute Ideen (Uranus) nutzten nichts, wenn sie die Wirklichkeit außer Acht lassen. Eine Wahrheit, der schon manches System zum Opfer fiel und eine Warnung, auf Biegen und Brechen, z.B. mittels monetärer Mittel, anderen etwas aufzuzwingen.

Saturn/Uranus-Quadrat am 24.12.2021, Mond/Venus Parallel Saturn
Saturn/Uranus-Quadrat am 24.12.2021, Mond/Venus Parallel Saturn

Bei allen 3 exakten Saturn/Uranus-Verbindungen im Jahr 2021, sind immer wieder deutliche Bezüge zum Mond festzustellen. Der Mond steht allgemein analog zum Volk. Wahrscheinlich gehen essentielle Veränderungen von der Bevölkerung aus. Denkbar wäre auch, dass eine wesentliche Schlüsselposition im beginnenden neuen Zeitalter mit einer Frau besetzt wird. Bei der letzten Konjunktion befindet sich Mond im Löwen, in Konjunktion mit dem Fixstern Regulus und im Parallel zu Saturn und Venus. Allgemein sind Freiheit und Struktur in Einklang zu bringen. Optimalerweise dürfen alle gleichermaßen am zu erwartenden Fortschritt teilhaben. In finanziellen Belangen sowie im gesamten Finanzwesen, ist im Jahr 2021 mit nachhaltigen Veränderungen zu rechnen. Werte werden neu definiert und gegebenenfalls sind allfällige Weichenstellungen vorzunehmen. Alles in allem gesehen, sind die Gesamtkonstellationen wesentlich weniger kritisch, als dies z.B. im Saturn/Uranus-Zyklus seit 1897 der Fall war. Galt bisher die Maxime, dass viel Besitz automatisch viel Sicherheit mit sich bringt, könnte dieser Leitsatz eine Relativierung erfahren. So sei an dieser Stelle die Hoffnung geäußert, dass eine weitestgehende Besinnung auf die wahren Qualitäten des Zeichens Wassermann und deren Herrscher stattfindet. Eine friedliche, freie, egalitäre und menschliche Existenz ist dem Rückfall in jede Form von Totalitarismus vorzuziehen. Als Begleiterin und Leitstern in dieser Zeit, weist häufig die eigene innere Stimme den passenden Weg. Möglicherweise bedarf es noch angemessener Mittel, um auf diese Art Orientierung zu finden. Astrologie, Kartenlegen, Meditation oder was auch immer einen Menschen inspirieren mag, sind dazu angetan, den Zugang zur eigenen Intuition zu ebnen.

 

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Astrologische-Signaturen – Blickwinkel prüfen

vom 07.05.2020

von Stefan Fleckenstein

Im Laufe der letzten Monate mag sich die ein oder der andere gefragt haben, warum aus prognostischer Sicht so wenige konkrete Hinweise zum Thema Corona ans Licht der Öffentlichkeit fanden.

Sonne-Ingress in Widder am 20. März 2019 mit Sonnen-Häusern
Sonne-Ingress in Widder am 20. März 2019 mit Sonnen-Häusern

Ich möchte an dieser Stelle auf eine astrologische Methode hinweisen, mit deren Hilfe es eventuell möglich ist, mundane Konstellationen präziser einzuordnen. Es handelt sich dabei um das Häusersystem nach Johannes Vehlow, insbesondere die Sonnenhäuser. Seine Methoden wurden später von Max Prantl und Roland Meier weiterentwickelt und untersucht. Bei den Sonnenhäusern werden statt Aspekten die “Felder“ gedeutet. Diese Felder sind nichts anderes als Aspekte (Konjunktion, Halbsextil, Sextil, Quadrat, Trigon, Quinkunx und Opposition), die durch Ihren Abstand zum Aszendenten mit einem Orbis von 15° mit diesem verbunden sind. Statt des Aszendenten stellt bei den Sonnen-Häusern die Sonne die Mitte des ersten Hauses dar.

 

Das erste Haus würde also dem Aspekt der Konjunktion entsprechen. Wir sehen hier in der Grafik die Planeten Neptun sowie den scheinbar rückläufigen Merkur in Fische, zusammen mit Sonne und Chiron im ersten Haus in Widder. Obendrein befindet sich Merkur eng am Ende des zwölften Hauses, was ihm einen noch unberechenbareren Charakter verleiht, da er im Grunde zwei Häuserbereichen zugerechnet wird. Das Ganze befindet sich in Opposition zum Mond (kurz bevorstehender Vollmond, etwas wird klar erkennbar/kommt zum Ausbruch) in Jungfrau, dessen Herrscher wiederum Merkur ist.

 

Die Umstände, unter denen Corona im Jahr 2019 bekannt wurde, waren klar von einem passenden Verlauf gekennzeichnet. Sonne/Chiron weisen auf die Wunde/Verletzung aber auch auf die Option der Heilung. Neptun findet sich als Indikator für Vergiftungen oder Seuchen in Konjunktion mit dem rückläufigen Merkur. Merkur wiederum ist, von der Häusermitte abgeleitet, Herrscher des Hauses 6 (Krankheit). Dies lässt sich als verspätete, undurchsichtige Information (Merkur ist auch Herrscher von 3) und einen verdeckten, zunächst unerkannten Verlauf der Angelegenheit deuten. Dieser Artikel ist ganz bewusst kurz gehalten, um nur das Wesentlichste anzudeuten.

 

Wenn auch aktuell Manches der ein oder dem anderen fragwürdig vorkommen mag, scheint doch aus diesem astrologischen Blickwinkel ein vernünftiger, selbst initiierter Gesundheitsschutz geboten. Das ist zumindest dann der Fall, wenn er nicht dieselbe mittels ungeeigneter Methoden durch die Hintertür (Merkur/Neptun-Konstellation) untergräbt.

 

Allen Leserinnen und Lesern sei eine erhellende Lektüre gewünscht.

 

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Die Jupiter/Pluto-Konjunktion am 5. April – Sinn ergründen

vom 18.03.2020

von Stefan Fleckenstein

Am 5. April wird ein Zusammenstand zwischen den Planten Jupiter und Pluto exakt. Dieser bildet die zweite Station in einem Reigen bedeutender Konstellationen, wie er nur sehr selten zu beobachten ist. Dementsprechend beeindruckend verlaufen aktuelle und vermutlich auch kommende Ereignisse.

Jupiter/Pluto-Konjunktion am 5. April
Jupiter/Pluto-Konjunktion am 5. April

Als erstes kosmisches Geschehnis fand am 12. Januar die epochale Saturn/Pluto-Konjunktion in Steinbock statt. Sie wird allgemein mit wirtschaftlichen Zyklen und, in deren Gefolge, mit gravierenden Trendwenden assoziiert. Im zehnten Erdzeichen war dementsprechend mit sich eindeutig manifestierenden Entwicklungen zu rechnen. Dazu passend, sieht sich momentan die gesamte Welt mit dem Corona-Virus konfrontiert. Es liegt nahe, diesen unter anderem, in Zusammenhang mit der Art unseres Lebens und Wirtschaftens zu bringen. Was aber bedeutet das für die oder den Einzelnen?

Diese Frage rückt zunehmend, besonders jedoch um den 5. April, in Form der Jupiter/Pluto-Konjunktion in den Fokus. Jupiter gilt als Riesenplanet oder Gas-Riese. Als wesentliches Merkmal verfügt er über das sogenannte “Auge“, einen riesigen roten Wirbelsturm. Analog dazu wird Jupiter die Fähigkeit zugeschrieben, zu sehen. Dieses Sehen jedoch bezieht sich nicht auf das objektive Wahrnehmen an sich, für welches Merkur steht. Jupiter “sieht/erkennt“ die größeren Zusammenhänge, den Sinn. Gemeinsam mit Pluto in Steinbock bedeutet das schlicht und einfach, dass sich uns ein tiefer Sinn der aktuellen Begebenheiten und weit darüber hinaus erschließen dürfte.

Steinbock steht, neben anderem, analog für die Fähigkeit, mit wenig Aufwand Mittel angemessen zu nutzen. Die Symbolik Jupiter/Plutos könnte uns in diesem Kontext vollkommen neue Wege aufzeigen, wie ohne gefährliche Verschwendung von mentalen oder materiellen Ressourcen, eine lebenswerte Existenz zu sichern ist. Darüber hinaus wird sehr wahrscheinlich offenbar, was genau jede und jeder einzelne benötigt, um zutiefst zufrieden zu leben. Gerade die mehr oder weniger erzwungene Isolation der augenblicklichen Phase bietet eine einmalige Chance. Sich selbst in einer neuen Art und Weise wahrnehmen und schätzen zu lernen. Was empfinde ich, das Gegenzeichen von Steinbock ist Krebs und wer bin ich , wenn die Ablenkung von Äußerlichkeiten wegfällt? Hier liegt ein Schlüssel zu tiefster, unter anderem psychischer und physischer Regeneration (Jupiter/Pluto).

Möglichkeiten sich wahrzunehmen oder zu erfahren, liegen in den verschiedensten Arten der Meditation oder Zentrierung. Das kann von dem Kontakt zur Natur in Form eines Aufenthaltes in Wald und Flur geschehen. Die direkte Verbindung zu Mutter Erde, z.B. durch ein “sich-auf-den-Boden Setzen oder Legen“, stellt eine weitere Gelegenheit dar, essentielle Zusammenhänge zu erfühlen oder zu begreifen. Auch die Beschäftigung mit Kunst, Musik oder Poesie kann den Blickwinkel für einen erweiterten Sinn der eigenen Existenz sowie das Eingebunden-sein in etwas Umfassenderes eröffnen. Wahrscheinlich bieten sich schon ab der kommenden Frühlingstagundnachtgleiche hervorragende Perspektiven, um neue Formen des Wirtschaftens, der Arbeit und der wahren Erfüllung einzubringen.

Allen Leserinnen und Lesern sei eine erfüllende Zeit gewünscht.

 

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Der Neumond vom 3. Juni – Werte überdenken

vom 31.05.2019

von Stefan Fleckenstein

Am 3. Juni findet auf 12°34‘ Zwillinge ein Neumond statt. Insbesondere bei beweglicher Prägung, gewinnen Diskussionen an Format.  Dabei drängen zunehmend ökonomische Fragen in den Vordergrund. Unter anderem gelangt die Frage zu Beachtung, inwieweit finanzielle Aktivitäten optimiert werden können. Bei einigen Menschen steht geradezu märchenhaft wirkender Erfolg in Aussicht. Auf der anderen Seite haftet diesem manchmal etwas Janusköpfiges an.

Neumond vom 3. Juni mit Aldebaran
Neumond vom 3. Juni mit Aldebaran

Unter anderem wird darüber nachgedacht, ob wirtschaftliche Gesichtspunkte als alleinige Orientierung in allen Lebenslagen taugen. Auf diese Art könnte eine Reflektion darüber angestoßen werden, welche Werte, unabhängig von pekuniären Erwägungen, als essentiell gelten dürfen. Der Blick über den Tellerrand irdischen Denkens, eröffnet zutiefst erfüllende Perspektiven.

Im partnerschaftlichen Bereich kommt es zu erstaunlichen Entwicklungen. Alte Zusammenhänge werden aufgegriffen und nachhaltig besprochen. Gleichzeitig ist darauf zu achten, nicht über das Ziel hinauszuschießen. Am besten wird nötiger frischer Wind in die Beziehung eingebracht, ohne die oder den andere(n) zu überfordern. Gelingt es, auf adäquate Weise körperliche und seelische Liebe füreinander auszudrücken, entsteht ein unerschütterliches Gefühl der Verbundenheit.

Wer allein lebt, trifft häufig unerwartet auf anregende Kontakte. Aus diesen ergeben sich mitunter dauerhafte Verbindungen. Stehen ausschließlich physische Gesichtspunkte oder eigene Interessen im Vordergrund, ist mit Widerstand zu rechnen. Wird dagegen sensibel und einfühlsam miteinander umgegangen, ist eine glückliche Zeit zu erwarten. Alte Verletzungen werden geheilt.

Neumond vom 3. Juni mit direkten Halbsummen
Neumond vom 3. Juni mit direkten Halbsummen

Für Astrologie-Interessierte: Sonne und Mond befinden sich in Konjunktion mit dem Fixstern Aldebaran und bilden ein Halbsextil zu Mars im Domizil des Mondes, Krebs. Im Domizil von Mars ist Chiron konstelliert. Die beiden Lichter sowie Merkur, formieren eine Opposition zum rückläufigen Jupiter in Schütze. Außerdem ist eine massive Verquickung von Halbsummen unter Beteiligung von Chiron, Uranus, Venus Sonne, Mond, Merkur sowie Mars und aufsteigendem Mondknoten zu beobachten. Venus, Sonne/Mond und Merkur stehen dabei jeweils im Fokus.

Für alle: Die Chance der kommenden Zeit liegt darin, zutiefst beglückende und erfüllende Erlebnisse aus der Vergangenheit Revue passieren zu lassen. Sofern das entspannt und zwanglos geschieht, ist mit einer Veränderung des Denkens zu rechnen. Diese eignet sich vorzüglich, um anschließende Entwicklungen positiv zu manifestieren.

Allen Leserinnen und Lesern sei eine gehaltvolle Zeit gewünscht.

 

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Der Neumond am 5. April – Feinfühlig agieren

vom 04.04.2019

von Stefan Fleckenstein

Am 5. April findet auf 15°17‘ Widder ein Neumond statt. Handeln und Durchsetzungsvermögen verlangen, bevorzugt bei kardinaler Prägung, nach gesteigerter Aufmerksamkeit. Der Drang, möglichst unumkehrbare Fakten zu schaffen, nimmt zu. Wer aus eigener Verletzlichkeit heraus versucht, rücksichtslos nach vorn zu stürmen, könnte sich handfestem Widerstand gegenüber sehen. Alte Rezepte der Selbstbehauptung und Kompensation laufen vermehrt ins Leere.

Neumond am 5. April auf 15°17' Widder
Neumond am 5. April auf 15°17' Widder

Stattdessen empfiehlt sich die sensible Analyse und Diskussion aktueller Vorgänge oder Gegebenheiten. Oft ist es erforderlich, bei wichtigen Anliegen zunächst elementare Hintergründe in Erfahrung zu bringen. Ruhe und Stille tragen zu Zentrierung bei. Ein Aufenthalt in der Natur, Meditation oder die Beschäftigung mit musischen Themen sorgen für wohltuenden Abstand. Aus diesem lässt sich dann eine Sache besser einschätzen und gezielt in die Tat umsetzen.

Sofern ausreichende Klarheit über wesentliche Belange geschaffen wurde, können diese mit Fingerspitzengefühl in die Wirklichkeit eingebracht werden. Manches, was bisher im aktionistischen Getöse des Alltags im Hintergrund stand, zeigt plötzlich seinen einzigartigen Wert.

Neumond am 5. April mit direkten Halbsummen, ohne AC und MC
Neumond am 5. April mit direkten Halbsummen, ohne AC und MC

So werden neue Vorhaben initiiert und manche Unternehmung findet ihren Anfang. Jene werden umso dynamischer verlaufen, je mehr sie in einen Gesamtzusammenhang eingebettet sind. Was über reine Ego-Profilierung hinausgeht und tatsächlich höheren Interessen dient, lässt vielversprechende Ergebnisse erwarten. Sind Sinn und Zweck struktureller Veränderungen für jedermann nachvollziehbar, gelingen mitunter signifikante Weichenstellungen. Im privaten Bereich lässt sich erahnen, wie notwendige Stabilität die Erschließung nicht zuletzt gesundheitlicher Ressourcen unterstützt.

Astrologische Grundlage der Deutung: Der Neumond befindet sich in der Halbsumme von Uranus und Chiron (siehe Halbsummen-Grafik). Mars, der Herrscher des ersten Zeichens, ist in Zwillinge zu finden. Dessen Herrscher, Merkur in Fische, löst sich aus einer Konjunktion mit Neptun und bildet Sextile zu Saturn und Pluto am absteigenden Mondknoten in Steinbock, welche von den beiden Lichtern durch Quadrate ausgelöst werden. Darauf folgt ein Trigon von Mond und Sonne zu Jupiter in Schütze.

Allen Leserinnen und Lesern sei eine ganzheitliche Zeit gewünscht.

 

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